Pflegetipps für Hörgerätebatterien: So leben Hörgerätebatterien deutlich länger

Die Laufzeit des Hörgerätes ist von der Batterie abhängig, deren Kapazität in Milliamperestunden (mAh) ausgewiesen wird. Allerdings kann auch der Träger selbst dafür sorgen, dass die Lebensdauer und Laufzeit der Batterien möglichst hoch ist – dafür sind die folgenden Pflegetipps wichtig, die Hinweise zum Umgang und zur Lagerung der Zink-Luft-Knopfzellen beinhalten. So hat der Nutzer möglichst viel von seinem Kauf und sichert, dass das Hörgerät keinen Schaden davonträgt.

Als Energiezelle für Hörgeräte kommen heute fast ausschließlich Zink-Luft-Batterien zum Einsatz, die sich durch hohe Energiedichte und Laufzeit auszeichnen. Zwar sind auch wiederaufladbare Nickel-Metallhybrid-Akkus erhältlich, deren Laufzeit ist jedoch stark begrenzt. Wichtig ist (in beiden Fällen) der richtige Umgang mit den Knopfzellen:

  • Wie werden Hörgerätebatterien am besten gelagert?
  • Wie werden Hörgerätebatterien in die Hörhilfe eingesetzt und was sollte der Träger dabei beachten?
  • Welche Gefahren bergen Hörgerätebatterien für den Anwender?

Wer diese Fragen im Vorfeld klärt, kann nicht nur für eine möglichst lange Haltbarkeit und Laufzeit sorgen, sondern auch Gefahren umgehen, die aufgrund der giftigen Inhaltsstoffe von den Batterien ausgehen (die bei korrekter Anwendung jedoch kein Problem sind). Die besten Pflegetipps für Hörgerätebatterien in puncto Lagerung, Umgang sowie Gefahrenvermeidung können Sie hier nachlesen.

Wie werden Hörgerätebatterien am besten gelagert?

Zink-Luft-Batterien, wie sie in Hörgeräten zum Einsatz kommen, liefern durch die chemische Reaktion im Inneren Energie. Wie der Name bereits suggeriert, ist herkömmliche (Umgebungs-)Luft dabei einer der tragenden Elemente – aus diesem Grund sind Hörgerätebatterie mit einer Schutzfolie versehen, die eine vorzeitige Reaktion verhindern. Wer die Folie bereits vor dem Einsetzen abzieht und die Batterien anschließend beiseitelegt, wird sich wundern, denn: Die Batterie entlädt sich schnell, sodass sie nicht mehr genutzt werden kann. Auch, wenn die Schutzfolie wieder angebracht wird, ist die Entladung nicht mehr zu stoppen.

Wichtig ist zudem, dass die Lagerung bei Raumtemperaturen erfolgt. Häufig wird eine Lagerung von Batterien und Akkus im Kühl- oder sogar Gefrierschrank empfohlen – das ist jedoch nicht nur unnötig, sondern kann die Batterie beschädigen. Dasselbe gilt für hohe Temperaturen: Eine Lagerung bei direkter Sonnenstrahlung kann sogar dazu führen, dass die giftigen Inhaltsstoffe auslaufen, was besonders gefährlich sein kann. Für unterwegs bietet es sich an, die Batterien in einer geeigneten Transportbox (beispielsweise eine Lunch- oder Tablettenbox) zu lagern. Dort sind sie vor Stößen und Schlägen geschützt und Sie verhindern, dass sich die Schutzfolie versehentlich ablöst.

Was sollte der Träger beim Umgang mit Batterien beachten?

Beim Umgang mit Hörgerätebatterien, beispielsweise wenn sie gewechselt werden muss, sollten Sie darauf achten, dass Sie nur mit sauberen und fettfreien Händen arbeiten. Das bedeutet:

  • Waschen Sie sich vorher die Hände.
  • Benutzen Sie keine fetthaltigen Cremes oder Lotionen.
  • Arbeiten Sie idealerweise mit einem sogenannten MultiTool, das speziell für Hörgeräte entwickelt wurde und einen Magneten mitbringt, sodass Sie die neue Batterie nicht direkt anfassen müssen. Auch das MultiTool sollte natürlich möglichst sauber sein.

Notwendig sind diese Vorkehrungen, weil Schmutzpartikel oder Kosmetika den Umgang mit der Batterie erschweren oder sogar zu Beschädigungen führen. Vor allem Feuchtigkeit ist hier ein Problem – das gilt nicht nur für die Energiezelle, sondern auch für das Hörgerät selbst.

Wann ein Wechsel der Batterie notwendig ist, zeigen moderne Geräte durch entsprechende Signaltöne. Neigt sich die Kapazität dem Ende zu, gibt das Gerät häufig in wiederkehrenden Abständen zwei Pieptöne von sich, bis es sich nach einer bestimmten Zeit komplett abschaltet. Achten Sie also darauf immer, eine (ordentlich gelagerte und transportierte) Ersatzbatterie dabei zu haben.

Welche Gefahren entstehen bei unsachgemäßem Gebrauch?

Zink-Luft-Batterien beinhalten leider einige sehr giftige Inhaltsstoffe. Bei richtigem Umgang und korrekter Lagerung sind diese jedoch fest im Inneren verschlossen. Laufen Sie jedoch aus (das kann bei billigen Noname-Produkten auch ohne äußere Einflüsse passieren), kann die Flüssigkeit zu Verätzungen führen. Deshalb sollten Sie Ihre Hörgerätebatterien auch unbedingt außer Reichweite von Kindern aufbewahren – ein Verschlucken der Batterien kann schlimme Konsequenzen haben.

Die Entsorgung der alten Batterien ist deshalb auch nicht über den normalen Hausmüll oder die Wertstofftonne möglich. Im Supermarkt finden Sie jedoch Rücknahmeboxen, deren Nutzung kostenlos ist.

Das waren Sie unsere Pflegetipps für Hörgerätebatterien, deren Lagerung und der korrekte Umgang mit Ihnen. Um die Laufzeit konstant hochzuhalten, sollten Sie diese Tipps unbedingt befolgen und nicht vergessen, dass es sich bei Batterien um Zellen handelt, die durch eine chemische Reaktion Energie liefern – und die ist nicht ganz ungefährlich. Mit unseren Tipps und Tricks ist der Umgang mit Hörgerätebatterien jedoch kein Problem mehr.

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