Wie verlängere ich die Lebenszeit meines Notebook-Akkus?

Notebook-Akkus haben generell nur eine begrenzte Lebensdauer und Laufzeit. Beides können Sie aber mit etwas Umsicht und Aufwand verlängern.

Die Lebensdauer und Laufzeit eines Notebook-Akkus ist generell begrenzt. Dies liegt in der Natur der Sache, in diesem Fall der meist verwendeten Li-Ion-Akkus. Die Lebenserwartung eines solchen Akkus beträgt (bei Zimmertemperatur) etwa drei Jahre. 300 bis 500 Ladezyklen deuten ebenfalls nicht gerade auf ein langes Leben hin. Auch 500 bis 1.000 Ladezyklen ergeben noch kein Methusalem-Alter.

Wenn mitten in der Arbeit der Notebook-Akku seinen Dienst versagt, gleicht dies einem Supergau: Wenn nun auch noch kein Netz und das entsprechende Kabel verfügbar sind, steht die Arbeit vollends still. 

Was im Freizeitbereich, etwa beim Betrachten von Videos oder beim Shopping, einfach nur ärgerlich ist, kann im beruflichen Alltag richtig Geld kosten, wenn zum Beispiel ein Auftrag nicht mehr termingerecht durchgeführt werden kann oder wenn die Beratung beim Kunden vor Ort scheitert. 

Es ist deshalb einerseits sinnvoll, sich auf solche Eventualitäten vorzubereiten und einen Ersatz-Akku beziehungsweise Powerbank und/oder Kabel und Netzteil für Netz sowie Kfz-Adapter immer griffbereit zu haben. Andererseits ist es aber mindestens genauso sinnvoll, den Notebook-Akku pfleglich zu behandeln, zumal ein neuer Akku durchaus schon mal im dreistelligen Euro-Bereich liegen kann.

Mit den folgenden Tipps können Sie die Lebensdauer des Notebook-Akkus deutlich verlängern.

10 Tipps, um die Lebensdauer des Notebook-Akkus zu verlängern

  • Akku trennen: Wenn Sie Ihr Notebook am Netz betreiben, zum Beispiel im Home-Office, sollten Sie den Akku entfernen. Ansonsten wird der Akku nämlich immer wieder beansprucht und aufgeladen, was die Anzahl der möglichen Ladezyklen verringert.
  • Akku laden: Entladen Sie den Akku einmal im Monat vollständig und laden Sie ihn dann komplett wieder auf. Wenn der Akku nur zu 80 Prozent auflädt, sollten Sie im BIOS oder den Notebook-Tools nach einer Funktion wie Akku-Save oder ähnlich Ausschau halten.
  • Akku lagern: Lagern Sie den Li-Ion-Akku weder komplett entladen noch komplett aufgeladen, sondern mit etwa 50 Prozent Kapazität. Extrem kalte oder extrem warme Temperaturen beschleunigen das Ableben des Akkus. Akkus mögen es gerne moderat warm, das heißt etwa 15°C sind eine ideale Lagertemperatur. Dass der Akku dabei auch keiner Feuchtigkeit ausgesetzt werden soll, versteht sich fast von selbst.
  • Betriebstemperaturen: Auch die Temperaturen, bei denen der Akku im Einsatz ist, sollten sich in Rahmen von etwa 15° bis 25° C bewegen. Übrigens ein Grund mehr, den Stromspeicher beim Netzbetrieb abzuklemmen. Denn durch die Betriebstemperaturen eines Notebooks, die gedrängte Bauweise sowie die mangelhafte Belüftung und Kühlung können die Akkus durchaus schon mal Temperaturen von 50° C erreichen. Und das beschleunigt den Akku-Tod enorm.
  • Unnötige Geräte trennen: Am Notebook angeschlossene Geräte wie externe Festplatte, USB-Sticks und USB-Drucker, Kartenlesegeräte etc., aber auch eingelegte CDs und DVDs ziehen Strom und schwächen damit den Akku. Ziehen Sie deshalb alle nicht unbedingt benötigten Geräte vom Notebook ab und schließen Sie sie nur bei Bedarf an.
  • Netzwerkdienste beenden: Netzwerk- und Funkdienste wie WLAN und Bluetooth verringern ebenfalls die Akkureserven. Wenn Sie diese Dienste nicht benötigen, schalten Sie sie deshalb besser ab.
  • CPU entlasten / Hintergrundprogramme: Der Hauptstromfresser ist die CPU. Alles, was die CPU entlastet, schont somit auch den Notebook-Akku. Umgekehrt gilt es deshalb, möglichst auf Programme zu verzichten, die extreme Rechenleistungen verlangen. Neben Spielen sind dies vor allem Benchmark-Test-Programme. Daneben ist es aber auch die Summe der Einzellasten, die der CPU und damit dem Akku zu schaffen macht. Dazu gehört auch das für Windows typische Multitasking. Meist werden bereits beim Start von Windows zahlreiche Hintergrundprogramme mitgestartet, die Sie im laufenden Betrieb eigentlich gar nicht benötigen. Solchen Programmen kommen Sie zum Beispiel über den erweiterten Taskmanager auf die Schliche, den Sie unter Windows über die Tastenkombination [Strg-Alt-Entf] aufrufen. Eine weitere Hilfe ist der Ressourcenmonitor. Ebenfalls verzichtbar sind animierte Desktop-Hintergründe und Bildschirmschoner.
  • Energiesparplan: Unter Windows 7 finden Sie in Systemeinstellungen > Hardware und Sound > Energieoptionen zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten für einen stromsparenden Betrieb des Systems.
    Notebook Energieoptionen
    Spezielle Energiesparpläne ermöglichen es Ihnen, für unterschiedliche Situationen (und Anwender) optimal zugeschnittene Konfigurationen zu erstellen. So legen Sie zum Beispiel fest, was beim Zuklappen des Computers geschehen soll oder wann das System den Bildschirm abschalten soll.
    Notebook Energiesparplan
  • Grafikkarte: Ein weiterer Stromfresser ist die Grafikkarte. Sofern Ihr Notebook über eine dedizierte Grafikkarte und eine GPU verfügt, stellen Sie das Gerät in den Einstellungen auf die interne Grafik um. Für Anwendungen, die wenig Grafik benötigen, etwa eine Textverarbeitung, genügt dies völlig. Bei AMD suchen Sie dazu nach Switchable Graphics, bei Nvidia nach Optimus.
  • Display: Auch das Display zieht reichlich Strom. Wenn die Umgebungshelligkeit ausreicht, können Sie die Bildschirmhelligkeit reduzieren.

Wenn Sie alle diese Tipps beherzigen, sollte es Ihnen Ihr Notebook-Akku mit einer längeren Lebensdauer danken.


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