Pflegetipps für Uhrenbatterien: So leben Uhrenbatterien deutlich länger

Ohne die richtige Batterie bewegen sich auch die Zeiger der teuersten Uhr keinen Millimeter – das ist klar. Genauso, wie die Lieblingsarmbanduhr gehegt und gepflegt werden will, sollten Sie sich deshalb auch um die kleinen Energiezellen im Inneren kümmern, denn: Sichern Sie auch die Pflege Ihrer Uhrenbatterien, können Sie die Lebensdauer der Silberoxid-Zink-Knopfzellen deutlich erhöhen – und haben so einen verlässlichen Zeitanzeiger ums Handgelenk.

Batterien kommen heute in vielen elektrischen Geräten zum Einsatz. Die Armbanduhr, die mit Silberoxid-Zink-Zellen betrieben wird, wird dabei häufig vergessen – von einer intensiven Pflege ganz zu schweigen.

Die kleinen Knopfzellen im Inneren der Uhr sollten in regelmäßigen Abständen überprüft und gepflegt werden. Das gilt für die Zeit, in der sie eingesetzt sind ebenso, wie für die Lagerungszeit. Unsere Pflegetipps für Uhrenbatterien lassen sich deshalb in zwei Kategorien einordnen:

  • Umgang mit Uhrenbatterien (beispielsweise beim Batteriewechsel)
  • Die Lagerung von Uhrenbatterien

Zudem halten sich einige Mythen, die die Lebensdauer von Uhrenbatterien angeblich erhöhen, sehr hartnäckig – mit ihnen räumen wir ebenso auf. Doch wozu eigentlich der Aufwand? Was könnte im schlimmsten Fall passieren, wenn die Knopfzelle nicht ordentlich gepflegt wird?

Der Super-GAU: ausgelaufene Uhrenbatterien

Die Batterien in einer Armbanduhr sind sogenannte Silberoxid-Zink-Zellen. Beide chemischen Inhaltsstoffe reagieren im Inneren der Knopfzelle und erzeugen so Strom. Dazu ist jedoch ein sogenannter Elektrolyt notwendig, der hier zumeist aus Natronlauge besteht. Das Problem dabei:

  • Die Lauge ist giftig.
  • Sie ist ätzend.
  • Sie birgt ein hohes Gesundheitsrisiko, insbesondere für Kinder, die die kleinen Energiezellen verschluckt haben.

Es gilt also alles dafür zu tun, um alle "Regeln" beim Umgang mit Uhrenbatterien einzuhalten. Eine ausgelaufene Uhrenbatterie ist demnach das Schlimmste, was passieren kann, da so die giftigen Inhaltsstoffe ins Freie gelangen und eine Gefahr für Leib und Leben darstellen. Erkennen lassen sich ausgelaufene Batterien an einer weißen meist flockigen Ablagerung an der Oberfläche. Ist das passiert sollten Sie:

  • Die Hände gründlich waschen.
  • Das Batteriefach mit einem feuchten Tuch auswischen.
  • Sollte die Lauge an Kontakte im Inneren gelangt sein, lassen sich die Verkrustungen im Normalfall abschleifen – aufgrund der sensiblen Kleinteile einer Armbanduhr sollten sie dies eventuell von einem Fachmann machen lassen

Sollte der Elektrolyt jedoch in den Mund gelangen oder die (ausgelaufene) Zelle gar heruntergeschluckt worden sein, ist auf der Stelle ein Arzt notwendig. Zur Beruhigung: Bei Markenbatterien ist ein Auslaufen sehr selten – zudem können Sie den Super-GAU durch unsere folgenden Pflegetipps vermeiden.

Batterien richtig lagern und schützen

Uhrenbatterien liefern elektrische Energie nur, wenn sie vor Außeneinflüssen geschützt und richtig gelagert werden, denn: Wer Batterien im Vorrat kauft und sie einfach "irgendwo in die Ecke" legt, könnte die Lebensdauer unbewusst deutlich verkürzen. Wichtig ist also eine korrekte Lagerung. Das bedeutet:

  • Batterien sollten trocken gelagert werden – Feuchtigkeit lässt die Batterien aufquellen und im schlimmsten Fall auslaufen.
  • Starke Hitze oder Kälte können Uhrenbatterien beschädigen, sodass eine Lagerung bei Raumtemperatur die beste Option ist.
  • Für unterwegs (beispielsweise auf Reisen) bietet sich der Transport in einer kleinen Box an – ausgelegt mit weichen Füllmaterial ist die Batterie so vor Stößen geschützt.

Ein kleiner Vorrat ist durchaus angebracht, allerdings sollten Uhrenbatterien nicht gehortet werden, denn: Auch zu lange Lagerung kann den kleinen Energiezellen zu schaffen machen – insbesondere, wenn sie bereits einmal eingesetzt wurden, da so ein Entladeprozess stattfindet.

Der richtige Umgang mit Uhrenbatterien

Auch, wenn der Uhrenkauf etwas Selbstverständliches ist, gibt es dennoch einige Dinge beim Umgang mit ihnen zu beachten. Diese Punkte kommen vor allem beim Wechsel der Uhrenbatterie zum Tragen:

  • Fassen Sie Uhrenbatterien nur mit gewaschenen Händen an, um sicherzustellen, dass sich keine Schmutzpartikel, beispielsweise Staub, auf der Batterie ablagert.
  • Kosmetika, wie Handcreme, kann die Knopfzelle ebenfalls beinträchtigen oder beschädigen.
  • Da Uhrenbatterien elektrische Energie abgeben, sollten Sie sie nicht mit metallischen Dingen berühren. Bei einem Batteriewechsel sollten Sie also unbedingt eine Kunststoffpinzette nutzen. Dasselbe gilt für die Arbeitsunterlage.

Neben diesen "Wechsel-Tipps", sollten Sie jedoch auch im laufenden Betrieb regelmäßig nachschauen, ob im Inneren alles in Ordnung ist. Vor allem kleinere Schmutz- und Staubablagerungen im Inneren (die schwer zu vermeiden sind), könne die Lebensdauer Ihrer Batterie verkürzen. Mit einem Radiergummi oder rauen Tuch kann auch die Reinigung der Kontakte Wunder bewirken.

Krone herausziehen, um die Laufzeit zu verlängern – ein Mythos

Sie haben es bestimmt schon einmal gelesen: Oft wird empfohlen, die Krone, die für die Einstellung der Zeit genutzt wird, herauszuziehen, um die Batterielaufzeit zu verlängern. Fakt ist jedoch, dass das keinen Einfluss auf die Lebensdauer hat, denn:

  • Das Herausziehen der Krone entkoppelt lediglich die Zeiger vom Uhrwerk.
  • Das Werk läuft jedoch trotzdem weiter.
  • Sie öffnen Staub und Schmutz Tür und Tor ins Innere Ihrer Uhr.

Sie sehen: Das Herausziehen der Krone bewirkt genau das Gegenteil von dem, was Sie erreichen möchten. Es hat nicht nur keine Auswirkung auf die Lebensdauer der Batterie, sondern kann im schlimmsten Fall auch noch die Uhr beschädigen – halten Sie also unbedingt Abstand von derartigen Tipps.

Uhrenbatterien sind das Herz einer jeden Armbanduhr – wer sie richtig lagert und pflegt sowie den Umgang mit Ihnen "perfektioniert", kann die Lebensdauer deutlich erhöhen und das Risiko minimieren. Beachten Sie deshalb unseren kleinen Tipps und Tricks, damit sie möglichst viel aus den kleinen Zellen herausholen können. So sind Sie jederzeit für die Frage "Wie spät ist es eigentlich" gewappnet.

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